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Volle Zustimmung für einen „Blitz“-Leserbrief

In der aktuellen Ausgabe des „Rostocker Blitz“ vom 4.4.2021 gibt es einen Leserbrief „Die Welt schaut auf Rostock!“, dem ich voll zustimmen kann. Leider ist er im Bereich „Leserbriefe lesen“ nicht dokumentiert (wirkt wie Zensur), sondern kann nur als E-Papier nachgelesen werden. Ich zitieren deshalb ausschnittsweise:

… Ich dachte, ich spinne als ich den Beitrag über das archäologische Landesmuseum … las. Da wollen sich die Stadtväter dann mit dem Guggenheim Museum in New York und dem Kunsthistorischen Museum in Oslo vergleichen… 55 Millionen sollen verschleudert werden… Und dann soll bei dem Neubau auch noch ein Leuchtturm stehen, damit man von von besser die kaputten Gehwege und Straßen sehen kann…

Rostocker Blitz vom 4.4.2021, Seite 2, Leserbrief Peter-Jörg Schneppe

Es steht noch mehr Kluges im vorgenannten Leserbrief, aber ich belasse es mal bei den kaputten Gehwegen und Straßen. Die sind ein ständiges Übel für alle, die zum Einkaufen, zu Arztterminen, zur Apotheke und anderen dringlichen Angelegenheiten außer Haus müssen und nicht so gut zu Fuß sind, vielleicht sogar einen Rollator benutzen müssen. Leider haben wir Angeschlagenen in Rostock zwar einen Senorenbeirat, aber auf den hört kaum einer. Anders als bei den Radfahrern, die bekommen fast jeden (Sonder-) Wunsch erfüllt…

Fußgänger leben gefährlich…

… wenn Radfahrer in der Nähe sind. Auf meinem Weg zum Briefkasten geht es einen Hang hinab. Die Strecke ist gepflastert und die Pflasterung in keinem guten Zugang. Man kann leicht stolpern, aber das mittige Geländer gibt Sicherheit.

Leider wird der Weg auch von Radfahrern benutzt. Bergab fahren sie ungebremst, Fußgänger können schließlich aufpassen! Bergauf geht es mit einem Elektrofahrrad auch sehr zügig. Fußgänger können schließlich ausweichen!

Auf dem Weg zum Briefkasten hatte ich unlängst drei Kampfradler-Erlebnisse. Beteiligt waren ganz verschiedene Altersklassen: Auch das Mittelalter genießt offenbar gern den Geschwindigkeitsrausch.

Der Weg ist für Radfahrer zugelassen, entgegen allen Regeln über Mindestbreiten usw., über die wir bei anderen Vorhaben belehrt werden. Schön für die Radfahrer, aber wenn mich Ü-80jährigen so ein Temporadler umnietet, werden meine gebrochenen Knochen nie wieder so, wie sie jetzt noch sind. Doch das fällt ja in den Zuständigkeitsbereich des Sozialsenators und muss den Verkehrssenator nicht weiter stören…

Nachtrag zur Gutenbergstrasse

Eine Informationsrunde im Ortsamt Dierkow brachte „Klarheit“: Für die Sicherheit der Radfahrer in Bereich der Gutenbergstraße ist die Straßenbauverwaltung zuständig, für den Weg parallel zur Straße aber das Grünamt. Insofern kann dieser Weg einfach nicht den Radfahrer gewidmet werden – die Abmessungen stimmen nicht!!! Und deshalb setzen wir die Radfahrer (und auch diese sich selbst) lieber den Gefahren auf der schmalen Gutenbergstrasse aus! Ein Bild mag das verdeutlichen:

Der helle Streifen zwischen Straße und Gleisen ist der Weg, der ein sicherer Fahrradweg sein könnte – wenn die Bürokratie nicht wäre!! (Quelle: Google Maps