Archiv nach Autor: Dr. Günter Hering

„Hotel an der Havel“

Da habe ich schon mehr als einmal gewohnt und da wollte ich auch wieder wohnen. Aber was finde ich im Internet? Auf mehreren Hotel-Webseiten kaum etwas Aktuelles, dann unter https://hotelanderhavel.info/ eine nichts und zugleich viel sagende, undatierte (!!!) Aussage: „Wir haben dauerhaft geschlossen. – Das gesamte Team bedankt sich herzlich bei den zahlreichen Stammgästen und bei den Bürgern von Oranienburg für die tolle Zusammenarbeit. – Vor allem bedankt sich die Führung bei den Mitarbeitern, die gerade in den letzten Monaten engagiert für das Wohl der Gäste und den reibungslosen Hotelbetrieb gesorgt haben.  – Buchungen sind nicht mehr möglich. – Das Team vom Hotel an der Havel“.

Zu dem bisherigen Betreiber gibt es eine Info, die alles sagt: https://www.northdata.de/Devisima%20Apartments%20GmbH,%20Berlin/Amtsgericht%20Charlottenburg%20%28Berlin%29%20HRB%20210160%20B. Kapital über viele Jahre hinweg ganze 100 € (kein Tippfehler), erst 2024 aufgestockt auf 25.000 €.

Da ist natürlich nichts zu holen, wenn es mal nicht so läuft mit einem größeren Hotel. Das erkannte auch der Besitzer der Immobilie: „22. Februar 2024 | Hotel an der Havel schließt nach Räumungsklage. Das bekannte Hotel an der Havel in Oranienburg muss seine Geschäftstätigkeit einstellen. Das ist das Ergebnis einer Vergleichsvereinbarung vom gestrigen Tage am Landgericht Neuruppin zwischen den Betreibern des Hotels und der Immobilieneigentümerin. Die 20 Mitarbeiter wurden umgehend informiert, dass das Hotel am 26. Februar geschlossen wird. – Laut einem Bericht der Märkischen Allgemeine (Abo) ist die Schließung das Resultat langwieriger juristischer Auseinandersetzungen, die mit einer Räumungsklage gegen die Pächter ihren Höhepunkt erreichten. Die Vergleichsvereinbarung sieht vor, dass der Pachtvertrag mit sofortiger Wirkung aufgehoben wird und alle aufgelaufenen Pachtzins-Schulden sowie Forderungen erlassen werden. – Diese Entscheidung führe nun zur Kündigung aller Beschäftigten und zur Stornierung von rund 5.000 Buchungen, die nach dem 26. Februar geplant waren, heißt es in dem Bericht. Die Zukunft der Brandenburger Hotelimmobilie bleibe ungewiss, drei mögliche Nutzungsoptionen stehen derzeit im Raum: die Weiterführung als Hotel durch einen größeren Betreiber, die Umwandlung in ein Service-Hotel vornehmlich für Handwerker oder den Verkauf des Gebäudes zur Nutzung als Bürofläche. – Die unmittelbare Schließung des Hotels dürfte Politik und dem örtlichen Tourismusverein nun Sorgen bereiten, denn die Hotelbetten werden in der Stadt dringend gebraucht“ (Quelle: https://www.hotelvor9.de/local/hotel-an-der-havel-schliesst-nach-raeumungsklage).

  • wird fortgesetzt

Das Abenteuer meines Lebens…

Übermorgen starte ich das Abenteuer meines Lebens: Eine (Bahn-) Reise von Rostock nach Oranienburg. Dort habe ich viele Jahre meines Lebens verbracht, angefangen vom dritten Lebensjahr bis zum Ende meines Studiums. Nach dem Tod meiner Eltern war ich lange nicht in „O-dorf“ – so nannten wir Jugendliche den Ort.

Jetzt scheint der Ort im Missmut zu versinken. Das begann mit der Hotelbuchung. Ein Hotel (im Zentrum der Stadt) dauerhaft geschlossen, im anderen (leider recht weit entfernt vom Zentrum) online erst im März Zimmer buchbar. ??? Ein Anruf ergab, sie haben offen und auch freie Zimmer.

Aber warum soll der Ort auch besser sein als die Eisenbahn? Der Webauftritt bahn.de scheint anteilig KI-generiert zu sein. Einen eindeutigen Routenverlauf erfährt man jedenfalls erst nach der Buchung der Fahrkarte – und auch dann bleiben noch Fragen offen.

Mehr dazu, wenn wir in O-dorf angekommen sind. Mal sehen, ob bzw. wie meine dann 90 Jahre dieses Abenteuer überstehen werden.